Me48

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Info & Me-Auswahl

Me-Name Das religionswissenschaftliche Me
Alter Ort im
Zweistromland

Neuer Ort
zwischen Oder und Spree

Fischkirche von Frank Gerry, Hubertushöhe
Altes ME Göttliche... Neues ME Das religionswissenschaftliche Me. Oder: Ins Gespräch zu kommen
ME Gottheit ME Partner Manfred Bauschulte
Link Mail manfred.bauschulte@web.de

Wegbeschreibung

 




ME Medien

Darstellung: erst alte Medien, dann neue Medien. Das aktuellste Medium ist oben.

Me 48: Image
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Neues Me
letzte Änderung: 2006-02-13 18:22:44
Summary Hier einige Erklärungen zur Rolle und Funktion der Me, die Manfred Bauschulte beim hinabsteigen in die Bibliothek fand...    



Me 48: Film
Filme im QuickTime (.mov) oder WindowsMediaPlayer-Format (.wmv) Image Text Film Audio
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Me 48: Text Image Text Film Audio
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letzte Änderung: 2007-04-27 02:23:34
Summary Weil Enki schläft oder schuldig ist oder sich beschmutzt hat?
Text
Und warum versucht er schon wieder, sich auf die Ausserirdischen - Variante herauzureden.
m
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Neues Me
letzte Änderung: 2007-04-25 15:28:55
Summary selbstredend können Götter schuldig und schmutzig sein!
Text
Liebe Jessica,
selbstredend können Götter schuldig und schmutzig sein.
Es stellen sich dabei nur die folgenden Fragen:
W i e sie schuldig und schmutzig werden?
Ob die Menschen sie schuldig und schmutzig machen können?
Letzteres, das Menschen sie so zurichten,
bedeutet eine Revolution,
d.h. es besteht in einem Aufstand gegen die Götterwelt.
Ersteres geht auf ein Geschehen, einen Konflikt,
meistens einen Kampf unter den Göttern selbst zurück.
Ich würde aber immer empfehlen,
eine menschliche Perspektive den Göttern gegenüber einzunehmen
auch wenn es sich um Querelen zwischen den Göttern
oder um ihr Schuldig- und Schmutzigwerden handelt.
Die Gefahr ist ja gerade heute,
dass Gott oder Götter überall gerne und sehnsüchtig
angebetet werden (ob nun fundamentalistisch oder esoterisch: sollen),
weil man sich auf seine menschliche Qualitäten
so wenig zu besinnen vermag.
Enkis Reinwaschung von Schuld und Schmutz kann man
so hin- und her- wenden,
geholfen ist damit am Ende keiner Seele:
außer daß er sich selbst
ein paar schöne Stunden in Bad Saarows Therme macht,
Geboten wäre der reine praktische Menschenverstand:
Soll er doch selbst anpacken im Club,
dann muss er sich nicht
oder weniger schuldig fühlen.
Das Zauberwort der Aufklärung lautet
(es klingt heute etwas abgeschmackt weil malträtiert,
aber es gilt nach wie vor):
Verantwortung übernehmen.
Entschuldige aber so ist es.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred
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Neues Me
letzte Änderung: 2006-03-05 18:41:56
Summary "arbeit um wie vom himmel gesehen zu werden" Manfred Bauschulte „Stückwerke des Wunders“ Nachruf auf Gennadij Ajgi
Text
23. Februar 2006 22:33:59 MEZ

Manfred Bauschulte

„Stückwerke des Wunders“
Nachruf auf Gennadij Ajgi


Das dichterische Werk Gennadij Ajgis, das seit den 1950er Jahren unter den Bedingungen der sowjetischen Öffentlichkeit und Zensur entstanden ist, hat niemals Konzessionen gemacht. In seinem Zentrum steht das Vertrauen in die Leser, und sie verleiht ihm ein spezifisches Gewicht. Es handelt sich um ein Vertrauen in das Gleichgewicht von Schweigen und Sprache, von Schlaf und Poesie, von Naturlaut und Wort: ein Gleichgewicht, das Menschen und Dinge, Lebende und Tote benötigen.
"und plötzlich mit den dingen fühle ich:
machen wir nicht etwas wie mit menschen
und fühlen wir mit den menschen
daß wir etwas machen wie mit dingen

und durch das leben der lebenden
wie von wirbelndem schnee
wird gleichsam betont
die totheit der toten

und
wie durch die arbeit der welt dein kopf
die sterne - reißend den verstand empor
die winde hinter den sternen - ausreißend licht
/immer weiter - nebligkeit/"

Gennadij Ajgi (geb. 1934) entstammte dem Schamanengeschlecht einer alten Volkskultur am mittleren Lauf der Wolga, aus der Tschuwaschkaja, die als autonome Republik ihre Traditionen in die Gegenwart zu retten suchte. Auf Anregung von Boris Pasternak begann der junge Literaturstudent in Moskau 1953 in russischer Sprache zu schreiben. Ohne jede Möglichkeit der Publikation in der ehemaligen Sowjetunion ist in 50 Jahren ein Werk entstanden, das Kennern der russischen Dichtung im Ausland nicht verborgen blieb: "Beginn der Lichtung", (die erste deutsche Übersetzung von Karl Dedecius) erschien 1971 und wurde 1993 wiederaufgelegt. In den 90er Jahren erschien eine 2-bändige von Felix Philipp Ingold übersetzte und herausgegebene Ausgabe seiner "Ausgewählten Werke" (Wien-Lana 1995/1998).

Ein Dichter und ein Maler, Charles Baudelaire und Kasimir Malewitzsch galten ihm als Fixsterne am Himmel seiner Poesie: Baudelaires "brand/vom papier in die welt/" und Malewitzschs "arbeit um wie vom himmel gesehen zu werden". - Man könnte die Kräfte umschreiben, die sich zwischen diese Einflussgebiete spannen: - Leidenschaft für die Schwerkraft des Diesseits und Verlangen nach der gegenstandslosen Leichtigkeit des Jenseits. Damit hätte man den fragilen Rahmen für das dichterische Kraftfeld von Ajgi.

Ajgis Gedichte sind Felder des zuinnerst Lebendigen im Flussbett der Gegenwart. Das "Hier", das in der Gegenwart liegt, fließt aus der Stille ins Wort, sucht und findet, wenn es eine unerträgliche Bedeutung und Schwere zu gewinnen droht, Befreiung in Wort und Schweigen. "Lichtung", "Feld", "Rose", "Hügel", "Schnee", die immer wiederkehrenden Marken in den Textkörpern, erscheinen als "die essenz der verstecke die menschen behüten".

Ajgis singender Gedichtvortrag bot für den, der ihm lauschte, ein seltenes Beispiel lebendiger Dichtung. Man nahm an ihm teil wie an dem Spiel von Kindern. Jedes Kind schafft sich einen unmittelbaren Raum seines Lebens im Vertrauen auf die Welt, gleiches tun die Gedichte Ajgis: Sie öffnen den unverbrauchten Raum des Hier mit seinen Quellen und zeigen, dass er durch nichts zu ersetzen ist. In Widmungsgedichten für seine Freunde und Kinder, z.B. in "Veronikas Heft" (1986/1993), einem Gedichtzyklus auf die ersten 6 Monate im Leben seiner Tochter Veronika, gewinnt etwas davon Gestalt, was man die Transzendenz der Kindheit nennen möchte.

"Diese Welt rührt uns bisweilen an durch das bloße Stückwerk des ,Wunders" selbst - durch ihr eigenstes Wesen, und geschehen tut dies auf ganz schlichte Weise, so als legte einem jemand die Hand auf die Schulter, doch diese Schlichtheit ist etwas vom Allerunerklärlichsten unter dem, was wir für existent halten" - schrieb Ajgi in einem Gesprächs-Essay, 1985 ("Aus Feldern Rußland", 1991). Seine Gedichte sind mit ihren Chiffren und Intonationen sind "Welten-Gaben", die bleiben werden. - Am 21. Februar starb der Dichter Gennadij Ajgi mit 71 Jahren in Moskau.



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letzte Änderung: 2006-03-05 18:41:56
Summary Wer ist Enki?
Text
Ich bin radikal für Demythisierung und möchte deshalb wissen, wer ist Enki in Wirklichkeit!?
Manfred
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Neues Me
letzte Änderung: 2006-03-05 18:41:56
Summary Enki 100 net wird religionswissenschaftlich informiert: "Noch nach 1500 Jahren strahlt der Gott Marduk aus dem religiösen Kern Babylons die 100 Anweisungen oder Richtlinien der Zivilisation aus."
Text
Und somit, mit der ersten einfachen, versuchsweisen, der folgenden zitierenden Beantwortung Deiner Frage bin ich bereits mitten in der Arbeit:
"Der erste Tempelbezirk Eridus gilt als der Keim aller kommenden. Er war nach dem Mythos das Haus Enkis, des Gottes der Wasser und der praktischen Weisheit. Enki hatte dieses Haus aus 100 Richtlinien erbaut, die jede Zivilisation überhaupt maßgebend bestimmen. Sie bilden gleichsam die Partitur jeder Zivilisation, ein reich abgestuftes Relief der praktischen Existenz, der eine städtische Gemeinde in ihrer Geburtsstunde zum ersten Mal begegnet. Noch nach 1500 Jahren strahlt der Gott Marduk aus dem religiösen Kern Babylons die 100 Anweisungen oder Richtlinien der Zivilisation aus".
- Das schreibt der Zivlisationstheoretiker Hugo Fischer, in: Die Geburt der Hochkulturen in Ägypten und Mesopotamien . Stuttgart 1960 (als billiges TB bei Ullstein 1981). Fischer ist eine obskure Gestalt, der legendäre "Magister", d.h. Lehrer Ernst Jüngers, er hat an dessen "Arbeiter" mitgearbeitet. Fischer, vermute ich, schreibt hier ab, bei Samuel N. Kramer, Sumerian Mythology. Philadelphia 1944. Aus diesem Buch nämlich zitiert er weitestgehend. Das Buch lohnt die Anschaffung, bin ich festüberzeugt, ich werde es mir beschaffen. Von Samuel N. Kramer gibt es auf deutsch: Geschichte beginnt mit Sumer. München 1959. Auch das lohnt sich, wie ich meiner Literatur hier in meiner alten Hütte entnehme.
Für die genauere Beantwortung Deiner Frage brauche ich noch etwas Zeit, denn in den letzten Semesterwochen an der Uni geht es hoch her, und erst ab Mitte/Ende Juli bin ich wieder völlig frei. Aber nur zu, stellt mir Aufgaben, das spornt mich an.
Es gibt überigens auch einige Experten, die ich oder die ihr befragen könntet. Der mir nächststehende ist unser derzeitiger Dekan der hat Altorientalistik und Hebräisch studiert: Jürgen Ebach, ein bedeutender Gelehrter. Es gibt aber auch in Berlin einige, die für Euch wichtig sein könnten. Wenn ihr wollt, begebe ich mich auf die Spur, denn ein richtigen Keilschriftkenner solltet ihr schon im Bott haben oder?
Aber einen Hinweis habe ich noch, was die Beschäftigung mit der Entzifferung von Keilschriften angeht, solltest Du vielleicht einmal in das foglende Buch schauen: Ernst Doblhofer, Zeichen und Wunder. Die Entzifferung verschollener Schriften und Sprachen. Wien 1957 (Tb München 1964). Die Entzifferung der Keilschriften ist nämlich ein Drama für sich.
Mit herzlichen Grüßen
Manfred



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